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Landesrahmenempfehlung Frühförderung unterschrieben.
 
Sozialminister Josef Hecken: Saarland übernimmt wieder Vorreiterrolle. Landesrahmenempfehlung Frühförderung unterschrieben.

„Das Saarland hat als eines der ersten Bundesländer eine Landesrahmenempfehlung Frühförderung unterzeichnet. Damit sind wir wieder Vorreiter. Gemeinsam mit den zuständigen Krankenkassen, der Liga der freien Wohlsfahrtspflege, den Trägern von Frühförderstellen in der Landesarbeitsgemeinschaft und dem Sozialpädiatrischen Zentrum der Kinderklinik Kohlhof wurde heute die Unterzeichnung vorgenommen“, so Sozialminister Josef Hecken.


Die Landesrahmenempfehlung ist ein erster großer Schritt zur Umsetzung der Rechtsverordnung zur Früherkennung und Frühförderung von behinderten Kindern sowie von Behinderung bedrohten Kindern. Als im Jahr 2001 das bisher in verschiedenen Gesetzen verstreute Recht der Rehabilitation und das Behindertenrecht zusammengefasst und neu geregelt wurde, erfuhr die Frühförderung eine nähere Ausgestaltung, die dann durch die Frühförderungsverordnung vom 24. Juni 2003 ergänzt wurde. Als Frühförderung werden alle Maßnahmen gesehen, die zur Behebung oder Besserung von Beeinträchtigungen eines behinderten oder von Behinderung bedrohten Menschen zum frühest möglichen Zeitpunkt einsetzen. Neu ist, dass die notwendigen Maßnahmen als Komplexleistung angeboten werden. Das bedeutet, medizinisch-therapeutische Leistungen und heilpädagogische Leistungen werden gemeinsam angeboten. Sie werden aufeinander abgestimmt und geben so eine direkte, zielgerichtete und auf den Einzelfall bezogene Hilfe.

Seit Beginn des Jahres 2004 ist das Saarland, hier das Ministerium für Justiz, Gesundheit und Soziales, für diese Hilfen zuständig. In einer Fülle von Gesprächen und Sitzungen mit den Krankenkassen, den Trägern der Frühförderstellen sowie der Liga der freien Wohlfahrtspflege und dem Sozialpädiatrischen Zentrum wurde die jetzt vorliegende Rahmenempfehlung erarbeitet, neue Strukturen und damit vernetzte Hilfeangebote entwickelt.
Ministerium für Justiz, Gesundheit und Soziales
Pressemitteilung vom 03.04.2006
 
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